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Lena Grewenig:
Zwischen Berührung und Verwandlung

Es beginnt oft nicht mit einer Idee, sondern mit einem Gefühl.

Wenn Lena Grewenig von ihrer Kindheit erzählt, spricht sie nicht von einem Anfang, sondern von etwas, das immer schon da war. Zeichnen gehörte für sie ganz selbstverständlich zum Alltag. Sie erfand eine eigene Zeitung über ihr Dorf, führte Interviews. Mit echten und erdachten Personen - und legte die fertigen Seiten morgens auf den Küchentisch.

Es ging nicht darum, etwas zu zeigen.
Sondern darum, etwas zu verstehen.
 

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Vom Zeichnen zum Nachdenken

Geboren 1988 in Bassum, lebt und arbeitet Grewenig heute in Frankfurt am Main. Ihr Studium in Kassel und später an der Städelschule veränderte ihren Blick auf die eigene Arbeit. Was vorher intuitiv geschah, musste plötzlich beschrieben werden. Begriffe wurden wichtig. Gespräche ebenso.

Zeichnen wurde zu einer Form des Nachdenkens.
 

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Nähe durch Beobachtung

Als sie begann, Gesichter zu zeichnen, änderte sich etwas. Linien, Falten und Übergänge rückten in den Fokus. Je genauer sie hinsah, desto näher kam sie den Menschen, die sie zeichnete. Zeichnen wurde zu einer Art Annäherung.

Der Körper steht heute im Zentrum vieler ihrer Arbeiten, nicht als Abbild, sondern als etwas, das Erfahrungen speichert. Haltung, Bewegung oder Spannung erzählen oft mehr als Worte.
 

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Zwischen Malerei und Schmuck

Ihre Praxis bewegt sich zwischen Malerei und Schmuck. Während Malerei Raum für Gedanken und Beobachtungen lässt, tritt Schmuck direkt mit dem Körper in Beziehung. Er verändert, wie wir erscheinen und wie wir wahrgenommen werden.

Beide Medien entstehen aus ähnlichen Prozessen. Neue Arbeiten beginnen selten mit einer klaren Idee.

 

Häufig ist es ein Eindruck, eine Stimmung oder ein Material, das einen neuen Gedanken auslöst.
 

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Übergänge sichtbar machen

Grewenig interessiert sich für Übergänge, für Zustände, die noch nicht festgelegt sind. Für Momente, in denen sich etwas verändert, ohne sofort sichtbar zu werden.

Austausch spielt dabei eine wichtige Rolle. Arbeit entsteht oft in Stille, entwickelt sich aber im Gespräch mit anderen Künstler:innen, mit dem Publikum oder im Kontext gesellschaftlicher Themen.

Was ihre Praxis antreibt, ist Neugier.
Nicht das Ankommen, sondern die Bewegung.

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